Aktuelle Förderprojekte

Architektur in Frankfurt im Film

Begleitend zur Filmreihe „Architektur und Stadtentwicklung in Frankfurt“ mit dokumentarischen und experimentellen Filmen von 1896 bis heute veröffentlichte das gemeinnützige „Filmkollektiv Frankfurt“ 2018 die Publikation: „Wandelbares Frankfurt. Dokumentarische und experimentelle Filme zur Architektur und Stadtentwicklung in Frankfurt am Main“. Das filmwissenschaftliche, vom KKF geförderte Buch widmet sich erstmals vollumfassend den Frankfurt-spezifischen Dokumentarfilmen zu den Themen Architektur, Baugeschichte und Stadtentwicklung. Durch die nahezu 300 Titel umfassende Filmografie, inklusive Archiv-Nachweisen, fungiert der Band als Findbuch zum beeindruckenden filmischen Erbe der Stadt Frankfurt. Seit 2020 sind zudem vom KKF geförderte DVDs in Arbeit, welche die Filme für den Markt aufbereiten. Dazugehörende Booklets werden die einzelnen Themen detailliert vorstellen.


Frankfurter Nachkriegsarchitektur

„Frankfurt 1950-1959“ hieß der erste Architekturführer, dessen Publikation das KKF bereits 2014 finanziell unterstützte. Mit diesem Buch begann eine Reihe, die sich der jüngeren Baugeschichte der Stadt widmet. Die Bände sind gegliedert nach Jahrzehnten und stellen beginnend mit den 1950er-Jahren das Baugeschehen in der Mainmetropole anhand von zehn ausgewählten Beispielen vor. Renommierte Autoren führte im ersten Band Dieter Bartetzko mit einem Text zur „Übergangsstadt“ Frankfurt ein und zitierte den Autor Eberhard Schulz aus dem Merian-Führer von 1968: „Frankfurt kämpft, wie viele Städte Europas, sichtbar um seine Identität, ehe es aus dem Fieber des allzu raschen Wachstums und des Übergangs wieder in der Würde empor taucht, die es einmal besaß.“ 2016 kam der zweite Band, "Frankfurt 1960-1969", heraus, 2018 folgte das dritte Buch. Bild und Text boten hier einen Blick auf die 70er-Jahre-Architektur in Frankfurt - beschrieben, erläuterten und erhellten gebautes Kulturgut. Seit 2020 ist nun der Band zu den 80er-Jahren auf dem Markt, ebenfalls ein Förderprojekt des Kuratoriums. - Die Erfolgsreihe läuft weiter.


Fotograf Peter Loewy

„Jeder hat einen Migrationshintergrund, sobald er seine Geburtsstadt verlässt. Die Gründe der Migration sind vielfältig: persönlich, politisch, sanft oder unter Gewalt. Immer bleibt der Migrationshintergrund schicksalhaft“. - So sieht es jedenfalls Fotograf Peter Loewy. Für sein 2017 vom KKF gefördertes Projekt „Ich und mein Migrationshintergrund“ war er mit einer „Fotobox“, seinem mobilen Fotostudio, unterwegs, um Personen auf der Straße spontan zu porträtieren. Diese konnten sich für einen Hintergrund ihrer Wahl entscheiden – von New Yorker Gebäuden bis hin zu Wüstenlandschaften oder ewigem Eis. Die entstandenen Fotos sowie die damit verbundenen Fragen nach Identität und die ungewöhnliche Herangehensweise des Fotografen mündeten in einer Ausstellung in der Zentralbibliothek/Stadtbücherei Frankfurt im Januar 2018.


Lilienbrunnen

Vom klassizistischen Brunnen des Baumeisters Johann David Voelcker aus dem Jahr 1794 ist heute nur noch der Aufsatz, ein Sandstein-Oberlisk, erhalten. Den Namen erhielt der Brunnen von seinem Standort vor dem Haus „Zur weißen Lilie“ auf dem Rathenauplatz (damals noch Comoedienplatz). Der Obelisk wurde 1990 mit Geldern des KKF restauriert und auf dem Goetheplatz aufgestellt. Wegen der Neugestaltung des Areals wieder abgebaut und vorübergehend eingelagert, ziert das traditionsreiche Objekt nun den Friedrich-Stoltze-Platz nahe der Frankfurter Hauptwache. Die Enthüllung fand im November 2017 statt.


Das Malerviertel - dritter Band zu Frankfurter Stadtteilen

Nun ist sie abgeschlossen, die vom KKF geförderte Trilogie zu Frankfurter Stadtteilen. Nach dem Bahnhofsviertel, 1988, und dem Buch zum Holzhausenviertel, 2010, präsentierte der Frankfurter Denkmalpfleger Dr. Heinz Schomann 2016 seinen umfassenden Band zum Sachsenhäuser Malerviertel. Für das etwa 80 Hektar große Areal zwischen Untermain- und Friedensbrücke lässt sich 1878, das Jahr der Vollendung des Städel Museums, als Beginn der Urbanisierung nennen. Wissenschaftlich genau, wie anschaulich und ansprechend hat der Autor die Entwicklung des noblen Wohnviertels dargestellt. Das Kuratorium folgte mit der Finanzierung der Publikation dem Bestreben, einen Beitrag zur Aufarbeitung der Frankfurter Baugeschichte zu leisten.


Dokumentarfilm über Ernst May

Frankfurt, Russland, Ostafrika – was passierte im Leben Ernst Mays (1886-1970) zwischen seinem 45. und fast 60. Lebensjahr? Der 2015 vom KKF geförderte Film „Eine Revolution des Großstädters – Architekt und Stadtplaner auf drei Kontinenten“ beleuchtet diese bis dato kaum behandelte Lebens- und Werkphase. In Frankfurt kennt man das groß angelegte Bauprogramm, das May im Ersten Weltkrieg begann und 1970 endete. In den 1920er-Jahren verließ der Architekt jedoch Deutschland und baute in der noch revolutionären Sowjetunion sowie später in Ostafrika. Auch hier griff, was May immer wichtig war: Die Stadtplanung als grundlegende Erneuerung gesellschaftlichen Lebens verstehen.


Druckgrafiken von Hermann Struck und Jakob Steinhardt für das Jüdische Museum Frankfurt

Das KKF förderte 2014 den Ankauf eines Konvoluts von Druckgrafiken Hermann Strucks (1876-1944) und Jakob Steinhardts (1887-1968) durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums Frankfurt. Die Arbeiten der Künstler bilden einen Schwerpunkt in der graphischen Sammlung des Museums. Der bekannte Radierer Hermann Struck stand der Berliner Secession um Max Liebermann nahe. Frankfurt-Ansichten und detaillierte New Yorker Stadtbilder bildeten einen Teil des Konvoluts. Strucks Schüler Jakob Steinhardt, der in Paris mit Henri Matisse arbeitete, gründete in Berlin zusammen mit Kollegen die Künstlergruppe „Die Pathetiker“. Steinhardt gilt heute als bedeutender Vertreter des Expressionismus.


Kinderhörbuchreihe

Mit dem Ziel, junge Menschen für klassische Musik zu begeistern, unterstützte das KKF eine Kinderhörbuchreihe des Ensembles MusiKuss der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Unter Leitung von Prof. Felix Koch erschienen die CD-Produktionen „Gullivers Reisen“ mit Musik von G. P. Telemann 2009, anschließend „Die drei Musketiere“ mit Cellomusik von G. Waterhouse, A. Vivaldi und G.F. Händel, sowie 2013 die „Bremer Stadtmusikanten”. Auch eine DVD wurde vom KKF gefördert: „Die fürchterlichen Fünf“ - eine Geschichte von Wolf Erlbruch, die von Studierenden der Hochschule in eine Bühnenfassung zum Kindermusical 2010 umgearbeitet worden war.