KLEINE GRUPPE IN EIGENREGIE

Kaiserliches Rätsel mit Happyend
Karl mit neuem Schwert auf der Alten Brücke

ENTDECKUNG!

Ein Schwert aus Bronze – vielleicht ein Sammlerstück? Mysteriös mutet es an, dass sich offenbar völlig unbemerkt ein Dieb der Waffe „unseres“ Karls des Großen bemächtigte. So stand die Skulptur des Kaisers zwar nach wie vor imposant, aber schwertlos auf der Alten Brücke, einer der traditionsreichsten Verbindungen zwischen Hibbdebach und Dribbdebach. Ganz so lang existiert sie noch nicht, wie es her ist, dass Karl die Furt durchquert haben und so glücklich ans rettende, innerstädtische Ufer gelangt sein soll.
Die 378. Kleine Gruppe kann sich davon überzeugen, wie die Brücke zuletzt aufgewertet wurde: Der Neue Brückenbauverein sorgte dafür, dass Karl wieder seinen Platz einnehmen konnte – wenn auch als Kopie. Das Original der Statue hat viel mitgemacht und büßte unter anderem im Zweiten Weltkrieg den Kopf ein. Auf der Brücke stand sie zuletzt 1914, und es dauerte mehr als 100 Jahre, bis sie zurückkehren durfte. Die aufwendige Replik aus rotem Main-Sandstein schlug mit mehr als 100 000 Euro zu Buche. Dagegen nimmt sich das neue Schwert mit 600 Euro vergleichsweise bescheiden aus, und zwar, weil man bei Karls neuer Ausstattung auf Nummer sicher geht: Die Ersatzklinge ist nicht aus Bronze, sondern aus Holz. Anlässlich des Karlsamtes Ende Januar bekam der einstige König des Fränkischen Reiches sie nun wieder in die Hand gedrückt.

Situationsbedingt bieten wir von Februar bis April unsere Kleinen Gruppen nicht geführt, sondern „in Eigenregie“ an. Viel Freude bei den kleinen Rundgängen.

Alte Brücke, erreichbar über Mainkai (Innenstadt) oder Sachsenhäuser Ufer