26.09.2021

12 Uhr, Fried-Lübbecke-Anlage / Limpurgergasse

Führung von Juliane von Herz: „Der Wind hat mir ein Lied erzählt“

„Der Wind hat mir ein Lied erzählt“
Grenzen überwinden durch gemeinsames Singen

Die EKHN-Stiftung hat der Stadt Frankfurt ein Geschenk gemacht. Im öffentlichen Raum, am Main hat der nigerianische Künstler Emeka Okboh, Teilnehmer an so wichtigen Festivals wie Skulpturprojekte in Münster, Biennale di Venezia oder documenta 14 in Kassel und Athen, im Auftrag der Stiftung etwas ganz Ungewöhnliches entstehen lassen: Feierliche Chorgesänge erklingen, wenn man über die Brücken oder am Ufer spazieren geht. Wo kommt das denn her, fragt man sich, bis man schließlich ein schmales Boot auf dem Main als Quelle ausmacht. Die Lautsprecher, aus denen die Musik erklingt, sind verkleidet mit bunten Stoffen. Die begegnen einem wieder, wenn man in der Dreikönigskirche auf der Sachsenhäuser Seite Platz nimmt, wo man mit bester Akustik und in voller Länge das Werk hören und dabei die farbigen Webereien betrachten kann, die der Igbo-Tradition in Nigeria entstammen. Sie transportieren Botschaften aus dem Liedtext, der auf wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres eingeht. Der Kirchenraum und die profanen Orte am Main werden durch den mehrsprachigen Gesang, den Chöre in Lagos und Frankfurt aufgenommen haben, in das Weltgeschehen einbezogen und auf höherer Ebene mit der Macht der Musik zueinander bewegt.

Die Polytechnikerin Juliane von Herz ist mit ihrem Büro Euphoria Spezialistin für Kunst im öffentlichen Raum und die Kuratorin des Werks. Sie bietet unseren Mitgliedern eine Führung an, die am beschaulichsten Ort des Rundgangs, einem Gartenhof hinter dem Römerberg beginnt, zu erkennen auch an dem codierten Stoff auf einer Parkbank.


Treffpunkt Fried-Lübbecke-Anlage / Limpurgergasse
60311 Frankfurt
Mindestens 1,5 km Fußweg mit Treppenstufen, Dauer 2 Stunden

Anmeldung beim KKF bis 22. September, max. 20 Teilnehmer

Fried-Lübbecke-Anlage / Limpurgergasse