28.06.2022

19 Uhr, Dezernatsgebäude Planen, Wohnen und Sport

VORTRAG
„Unbequemes“ Erbe?

Zum denkmalpflegerischen Umgang mit Luftschutz-Hochbunkern

Luftschutz-Hochbunker – die Baugruppe gehört als Hinterlassenschaft der Nazi-Diktatur zum „unbequemen“ Erbe und wurde Jahrzehnte nahezu bedenkenlos umgestaltet oder gar sukzessive abgerissen. Mit dem Krieg in der Ukraine und der Gefahr einer Ausweitung der Kriegshandlungen auf die in der NATO zusammengeschlossenen Staaten gelangen einzelne Bunker zunehmend in den Fokus des Zivilschutzes, den der Bund nun ausbauen will. Aktuell wird durch das Bundesinnenministerium geprüft, welche der noch existierenden Schutzräume sich ertüchtigen lassen. Ein Verkauf oder Abriss weiterer Bauten durch die Bundesanstalt für Immobilenaufgaben (BImA) ist zumindest vorerst gestoppt – und damit die Begehrlichkeiten der Immobilienbranche.

In Frankfurt sind rund 50 Hochbunker erfasst, von denen 12 unter Denkmalschutz stehen. Einige dieser in der Vergangenheit mehr als Verfügungsmasse behandelten Bauten wurden in den vergangenen Jahren auch in der Mainmetropole zum Wohnhaus umgewidmet, Projekte, bei denen die Authentizität zum großen Teil gewahrt bleiben konnte. Neben der Entstehungsgeschichte dieser Bauten stellt Dr. Stefan Timpe vom Denkmalamt verschiedene Zeugnisse dieser regional sehr unterschiedlich ausgebildeten Gebäude vor, darunter auch einige Frankfurter Beispiele, die in jüngster Zeit umgewandelt wurden.

 

Präsenzveranstaltung
Anmeldung beim KKF bis 28.06.

Dezernatsgebäude Planen, Wohnen und Sport
Ernst-May-Saal, A 202, 2. Obergeschoss
Kurt-Schumacher-Straße 10
60311 Frankfurt