29.01.2018

Montag, 29. januar, 15.30 Uhr

Drei Gemeinden unter einem Dach
Mit Rabbinerin Elisa Klapheck durch die Westend-Synagoge

Führung

Die Westend-Synagoge ist die einzige von ehemals vier Synagogen in Frankfurt, die die Reichspogromnacht, die Jahre der Nazi-Herrschaft und die Bomben des Krieges zwar schwer beschädigt, aber überstanden hat. Seit ihrer Einweihung im Jahr 1910 war sie das geistige Zentrum des jüdischen Gemeindelebens in Frankfurt und ist dies heute wieder. Die Westend-Synagoge hat nicht nur eine imposante Architektur, sie beherbergt unter ihrem Dach gleich drei Synagogen: Im Kuppelbau feiert die orthodoxe Hauptgemeinde ihre Gottesdienste, im einstigen Trausaal hat die ultra-orthodoxe Chabad-Gemeinde ein Talmudseminar eingerichtet, und in einem weiteren Raum treffen sich seit 2007 die liberalen Gemeindemitglieder des Egalitären Minjan unter der Leitung von Rabbinerin Elisa Klapheck. Sie ist es auch, die uns durch das Gotteshaus führen wird. Dr. Elisa Klapheck ist von Hause aus Politologin, arbeitete als Journalistin vor ihrer Ordination lange für renommierte Zeitungen und das Fernsehen, wurde 1997 Pressesprecherin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und engagiert sich seit vielen Jahren für eine Erneuerung der jüdisch-religiösen Tradition. Von Berlin zog sie 2005 für vier Jahre nach Amsterdam und war dort die erste Rabbinerin in der niederländisch-jüdischen Geschichte. Seit 2009 ist sie nun in Frankfurt, schreibt Kommentare für die „Jüdische Woche“ und den Rundfunk und setzt sich mit talmudischen und anderen rabbinischen Texten auseinander – aus heutiger Sicht. Denn sie hält einen neuen Dialog zwischen Religion und Politik für nötig.

Wir bitten um Anmeldung in der KKF-Geschäftsstelle, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

 

 

Westend-Synagoge

Freiherr-vom-Stein-Straße 30, 60323 Frankfurt