26.11.2021

15 Uhr, Siedlung Höhenblick

KLEINE GRUPPE
Ernst May und sein „Neues Frankfurt“

Klein, aber fein: Siedlung Höhenblick in Ginnheim

Nach dem 1. Weltkrieg stieg die Wohnungsnot in Frankfurt immens. Um Abhilfe zu schaffen, berief Oberbürgermeister Ludwig Landmann 1925 Ernst May an den Main. Sein Plan: neue Wohnsiedlungen auf beiden Seiten des Niddatals. Gleich nach Praunheim entstand die – weit größer vorgesehene – kleine, feine Siedlung Höhenblick in Ginnheim, mit Blick ins Niddatal und auf die Taunushöhen. Hier konnte May seine Vorliebe für Einfamilienhäuser noch voll ausleben. Später ging es dann wegen Wohnungsmangels, Baukosten und Geldknappheit mehr und mehr um Geschosswohnungen – auch sie immer mit ausreichend Licht, Luft und Sonnenschein. Ernst May und Martin Elsaesser bauten hier in Ginnheim ihre Villen, jeder an einem anderen Ende der Siedlung. Auch der Baustil ihrer Häuser macht deutlich, wie unterschiedlich beide in Charakter und Gestaltung waren. Und doch haben sie gemeinsam in fünf Jahren Beachtliches geschaffen, wie die 390. Kleine Gruppe erfahren wird. Das Wesentliche an nahezu allen May-Siedlungen, auch an der gegenüberliegenden Römerstadt: Die Landschaft wurde einbezogen, und alle Bewohner bekamen die Möglichkeit, im Grünen zu wohnen und das Grün zur Erholung und mehr und mehr zur Selbstversorgung zu nutzen.

Treffpunkt am Bücherschrank Ecke Kurhessenstraße/Höhenblick
Führung Christiane Boehm-Kochanski

Anmeldung beim KKF bis 24.11. Nur für Mitglieder.
Es gilt die 3G-Regel

 

Treffpunkt am Bücherschrank Ecke Kurhessenstraße/Höhenblick