26.02.2019

19.00 Uhr, Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt am Main

Darf man über Religion spotten? Ein prominent besetztes Podium stellt sich der Frage

Gemeinschaftsvortrag KKF und PTG

Der Prophet Mohammed, Jesus oder der Papst – Künstlern und Satirikern ist nichts heilig. Allerdings ist der Humor der Religionsgemeinschaften in dieser Hinsicht begrenzt. So forderte die katholische Pius-Bruderschaft ihre Anhänger auf, Anzeige zu erstatten, als die Komikerin Carolin Kebekus 2013 in ihrem Video „Dunk den Herrn!“ als anzügliche Nonne auftrat. Der WDR zog den Clip noch vor der ersten offiziellen Ausstrahlung zurück. Religionskritische Theaterstücke verschwinden von den Spielplänen. Radikale Islamisten haben es mit Todesdrohungen und Mordanschlägen weitgehend erreicht, dass heute nicht mehr über den Islam gespottet wird. Rechtlich macht sich in Deutschland derjenige strafbar, der Religionen beschimpft und damit den „öffentlichen Frieden“ stört, so der Paragraph 166 des Strafgesetzbuchs. Den einen genügt der Paragraph nicht, den anderen geht er zu weit. Es geht also wieder einmal um das Verhältnis von Demokratie und Religion. Sollten Kunst und Karikatur Rücksicht auf religiöse Gefühle nehmen? Darüber diskutieren der Philosoph und Schriftsteller Dr. Michael Schmidt-Salomon, die Juristin Dr. Nahed Samour und der Stadtdekan von Frankfurt am Main, Dr. Johannes zu Eltz. Moderiert wird die Diskussion von F.A.Z.-Herausgeber Werner D’Inka.

Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 49