25.04.2018

17.00 Uhr, Gräfstraße 74, 60486 Frankfurt

Das Philosophicum. Die Sanierung eines „unbequemen“ Denkmals

Führung

Der Umbau des 1959/60 errichteten Philosophicums gehört zu den umstrittensten Sanierungsprojekten der vergangenen Jahre. Nur von wenigen Architekturbegeisterten geschätzt, befand sich das seit 2001 leer stehende Kulturdenkmal zuletzt in einem Zustand, der einen Abriss nahe legte und der bei kalkulierten Sanierungskosten von weit mehr als 15 Millionen offen diskutiert wurde. Dabei handelt es sich um eine Architekturikone der Nachkriegszeit. Ferdinand Kramer hatte mit diesem Gebäude Deutschlands erstes Hochhaus mit sichtbar belassenen außenliegenden Stahlstützen konstruiert. Im Jahre 2012 erwarb ein privater Investor das Grundstück, der den maroden Altbau nicht abreißen, sondern zu einem Wohnhaus mit Studentenappartements entwickeln wollte. Mit der Sanierungsmaßnahme und dem Ergänzungsbau an der Gräfstraße wurde das renommierte Architekturbüro Stefan Forster Architekten betraut. Beim Rundgang wird auch der Frage nachgegangen, weshalb dieser Neubau zur Rettung des Philosophicums beigetragen hat. Es sind überraschende bauliche Ausstattungsteile des alten Philosophicums zu entdecken, darunter die Fassadenbefahranlage auf dem Dach – wohl die älteste ihrer Art in Frankfurt. Es führt Dr. Stefan Timpe, Leiter der Abteilung Bau-, Garten- und Kunstdenkmalpflegein Frankfurt und KKF-Vorstandsmitglied.

Anmeldungen sind bei der KKF-Geschäftsstelle erbeten.

Philosophicum

Gräfstraße 74, 60486 Frankfurt