24.10.2021

15 Uhr, Hauptfriedhof

RUNDGANG: Spuren und Zeichen
Erinnerungskultur auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Spuren und Zeichen
Erinnerungskultur auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Grabsteine sind Erinnerungszeichen. Nicht nur an die Personen, die dort begraben sind. Es finden sich viele Spuren, die Fragen aufwerfen: Warum trägt die Grabplatte von Oberbürgermeister Ludwig Landmann einen holländischen Text? Wie kommt es, dass Ernst May den Grabstein entworfen hat, unter dem er auch seine letzte Ruhe gefunden hat? Warum wurde nach den Septemberkämpfen 1848 zunächst nur der militärischen Gefallenen, nicht aber der zivilen Opfer gedacht? Und wo steht das ein Vierteljahrhundert später errichtete Denkmal der Opfer aus dem Volke? Warum ist das Grab von Dorothea Schlegel, obwohl es ein Ehrengrab ist, in so einem schlechten Zustand? Warum hat Marcel Reich-Ranicki nur eine kleine Grabplatte und Karl Kotzenberg, obwohl im Alter verarmt, eine monumentale Skulptur? Wo liegen Alexander und Margarethe Mitscherlich, deren Lebenswerk die Aufarbeitung der fehlenden Erinnerungskultur ist? Wie kam es überhaupt zur Anlage dieses städtischen Friedhofes und aus welchem Material besteht die Friedhofsmauer an der Eckenheimer Landstraße?

Spurenleser bei dieser Tour ist Stadtführer und KKF-Vorstandsmitglied Dieter Wesp. Er ist regelmäßig auf dem Hauptfriedhof unterwegs und schätzt diese parkartige Anlage als einzigartiges Frankfurter Geschichtsbuch.

Dauer: 15-17 Uhr
Treffpunkt Hauptfriedhof, Altes Portal (mit den weißen Säulen)
Eckenheimer Landstraße 188, 60320 Frankfurt
 

Anmeldung beim KKF bis zum 20. Oktober, max. 20 Teilnehmer