20.01.2022

14 Uhr, Erinnerungsstätte Großmarkthalle

KLEINE GRUPPE
Auf Spurensuche an der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle

Führung durch die Erinnerungsstätte der EZB

Die ehemalige Großmarkthalle, von den Frankfurtern liebevoll „Gemieskerch“ („Gemüsekirche“) genannt und heute Sitz der Europäischen Zentralbank, ist ein architektonisches Highlight aus der Ära des Neuen Frankfurt der 1920er-Jahre. Der Ort birgt jedoch auch ein besonders dunkles Kapitel der Frankfurter Geschichte: Von Oktober 1941 bis zum Frühjahr 1945 nutzte die Gestapo einen Keller der Großmarkthalle als Sammelplatz für die Deportation jüdischer Mitbürger in die Ghettos und Konzentrationslager in Richtung Osten. Die Erinnerungsstätte wurde 2015 fertiggestellt; der Entwurf dafür stammt vom Architekturbüro KatzKaiser. Ausgewählte Zitate von ermordeten Frankfurter Bürgern, von Überlebenden des Holocaust und von Beobachtern der Massendeportationen sind mit erhaltenen Fragmenten aus der Zeit zusammengebracht. Die Außenbegehung mit fachkundiger Führung ermöglicht der 392. Kleinen Gruppe einen Einblick in die schrecklichen Geschehnisse und die „Banalität des Bösen“ jener Zeit.

 

Treffpunkt Erinnerungsstätte Großmarkthalle, Philipp-Holzmann-Weg, 60314 Frankfurt am Main
Führung Barbara Rubert
 

Anmeldung beim KKF bis zum 19. Januar 2022. Nur für Mitglieder.
Es gilt die 3G-Regel.

 

Erinnerungsstätte Großmarkthalle, Philipp-Holzmann-Weg, 60314 Frankfurt am Main