19.09.2019

19.00 Uhr, Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt

Die Alte Börse wieder aufbauen? Zwei Kenner von Frankfurts Architekturgeschichte im Gespräch

Architekturgespräch

Heute kennen wir den Paulsplatz als unbebaute Fläche mit randlosem Übergang zur Berliner Straße. Historisch war dort eine enge Bebauung. Noch im Jahr 1955 standen die Außenmauern eines markanten Bauwerks, nämlich jene der Alten Börse, die von Friedrich August Stüler von 1840 bis 1844 errichtet worden war. Stüler (1800–1865), ein Schüler Schinkels, war einer der bedeutendsten Architekten seiner Zeit, Erbauer unter anderem des Neuen Museums in Berlin. Seine Börse auf dem Paulsplatz stach im Ensemble der Altstadt heraus, nicht nur wegen der klassizistischen Außenfassaden, sondern auch dank ihres hallenartigen Innenraums mit charakteristischen Fächer- beziehungsweise Trichtergewölbe auf acht Marmorsäulen (s. Titelbild). Dieses Bauwerk war im Altstadtgebiet mit der ebenfalls im Geist des Klassizismus erbauten Paulskirche ein Aufbruch in die Moderne. Es ist bezeichnend für den Rigorismus der Verkehrsplanung im Frankfurt der Nachkriegszeit, dass man ein solches Gebäude noch in den 1950er Jahren niederlegte. Wie lässt sich das gesamte Gebiet um die Paulskirche herum in Erinnerung an dieses herausragende Bauwerk sinnvoll neugestalten? Darüber sprechen zwei hervorragende Kenner der Frankfurter Architekturgeschichte: Prof. Anne Christin Scheiblauer – Architektin und Autorin des Buches „Frankfurt am Main. Die historische Altstadt“ – und Björn Wissenbach, der wesentlich bei den Bild- und Planrecherchen für den Wiederaufbau der Altstadt beteiligt war und als Stadtführer bekannt ist (s. Interview S. 5-7). Dr. Andreas Hansert vom KKF moderiert, Dr. Barbara Deppert-Lippitz von den Freunden Frankfurts begrüßt. Die Diskussion ist eine Gemeinschaftsveranstaltung beider Vereine.

Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 49