03.12.2019

19.00 Uhr, Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 47, 60311 Frankfurt

Kann Künstliche Intelligenz kreativ sein?

Themenabend

Künstliche Intelligenzen, die wie van Gogh malen oder Hits für die Charts komponieren, gibt es zweifelsohne. Könnte Künstliche Intelligenz eine neue Epoche menschlicher Kreativität einleiten, und welche Konsequenzen hätte dies für unser herkömmliches Verständnis von Kunst und Kreativität? Die Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, Franziska Nori, zeigt, wie Daten, Algorithmen und Maschinen in der Kunst benutzt werden. Wie aber gehen wir als Betrachter damit um? Zu Kunst gehören auch immer die Künstlerpersönlichkeit und individuelle Erfahrungen. Da das den Maschinen fehlt, stellt sich die Frage, ob Kunstwerke Künstlicher Intelligenzen überhaupt unsere Aufmerksamkeit verdienen. Darf uns ein von einer Maschine erschaffenes Kunstwerk ebenso berühren wie eines von Bach oder Goethe? Und sollten wir uns überhaupt das Gebiet der Künste mit Maschinen teilen? Denn je größer und schneller Künstliche Intelligenzen werden, die Möglichkeit, dass sie uns übertreffen, ist da. Was aber ist der Sinn des Lebens, wenn Maschinen nicht nur unsere Arbeit übernehmen, sondern auch unsere Liebesbriefe schreiben, Musik komponieren und Bilder malen? Der Kultur- und Technikexperte Holger Volland mahnt, dass wir aufwachen und uns diesen Entwicklungen kritisch stellen müssen.

Als Philosophin setzt sich Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg mit dem Verhältnis von Mensch, Welt und Technik auseinander. Sie kritisiert den Vergleich des menschlichen Gehirns mit einem Computer und betont die Chancen und Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Moderiert wird der Themenabend von PD Dr. Stefan Trinks.

Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 47