17.05.2018

19.00 Uhr, Städel Museum, Metzler-Saal, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt

Rubens und der Weg zum Reichtum. Prof. Nils Büttner erläutert das soziale Umfeld des Malers

Vortrag

Rubens gilt heute nicht nur als einer der herausragendsten Maler seiner Zeit, sondern geradezu als Inbegriff des Barock. Ihre Begründung erfährt diese Einschätzung sowohl über die Vielfalt seines OEuvres als auch über die Reichhaltigkeit der bekannten biographischen Details. Rubens verkehrte an den Fürstenhöfen Europas und war auf der politischen Bühne aktiv. Als Musterbeispiel eines gebildeten Malers war er auch den Altertumsforschern und Gelehrten des damaligen Europa ein geschätzter Briefpartner. Rubens’ reiche malerische Hinterlassenschaft und sein Wohlstand galten seit Beginn des bürgerlichen Zeitalters als sichtbarer Beleg seines unermüdlichen Fleißes und ließen Rubens zum Tugendvorbild des aufstrebenden Bürgertums avancieren. Hartnäckig hält sich die falsche Vorstellung, dass Rubens sich dem bürgerlichen Wertekanon verpflichtet gefühlt habe. Doch davon war er weit entfernt, wie ein Blick auf seine Biographie zu zeigen vermag. Ausgehend von Quellen und Dokumenten zeigt der Vortrag den Maler im Kontext seiner Zeit und seines sozialen Umfeldes. Professor Dr. Nils Büttner ist Inhaber des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Büttners Schwerpunkte sind die deutsche und niederländische Kunst- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit sowie die Geschichte von Graphik und Buchillustration. Er ist zudem Mitglied des „Rubenianum“ in Antwerpen und Mitherausgeber des „Corpus Rubenianum Ludwig Burchard“, des Werkverzeichnisses von Peter Paul Rubens.

Um Anmeldung unter info@staedelmuseum.de wird gebeten.

Städel Museum, Metzler-Saal

Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt