14.06.2018

19.00 Uhr, Vortragssaal Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt

Vergessene Orte. Prof. Anne-Christin Scheiblauer und Dr. Hansert über historische Marksteine

Architekturgespräch

Frankfurt erinnert sich seiner historischen Herkunft und hat seine Altstadt wiederaufgebaut. Bezugspunkte zur älteren Stadtgeschichte gibt es aber auch jenseits des Areals zwischen Dom und Römer. Bekannt sind die Leonhardskirche, das Goethehaus oder der Eschenheimer Turm, weniger bekannt die unterirdischen Kasematten im nordöstlichen Anlagenring. Und es gibt in der Topographie der Stadt historische Marksteine, die nach dem Krieg überbaut wurden und im heutigen Stadtgedächtnis daher verloren gingen. Nur historisch einschlägig Interessierte wissen etwa, dass die Sandhofpassage am Liebfrauenberg früher dem Haus „Großer Braunfels“ entsprach, dessen gotischer Ursprungsbau von 1350 stammte, der barocke Umbau von 1694. Hier eröffnete 1495 Maximilian I. das neugegründete Reichskammergericht, hier pflegten Kaiser und Könige zu residieren, hier war einer der Treffpunkte des Frankfurter Patriziats, hier unterhielt Telemann sein Collegium musicum und hier war für viele Jahre die Frankfurter Börse ansässig. Die Architektin Prof. Anne-Christin Scheiblauer und der Historiker Dr. Andreas Hansert vergewissern sich exemplarisch solcher vergessenen Orte und ihrer Geschichte und denken darüber nach, wie sie im heutigen Stadtbild wieder akzentuiert werden könnten.

Vortragssaal Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Straße 49, 60311 Frankfurt