11.11.2020

Präsenzveranstaltung mit Übertragung per Livestream, Details folgen auf der Website.

KKF-KulturLounge: Immer so viel Hass. Antisemitismus und Rassismus – neu oder nur wieder laut?
Gespräch mit Michel Friedman

KulturLounge

Die Abgrenzung gegenüber Menschen mit anderer Staatsangehörigkeit oder einem anderen Glauben, ob sie nun real existiert oder nur scheinbar, wird oft mit Ängsten und einem Überforderungsgefühl angesichts unserer globalen Gesellschaft begründet. Diese gesellschaftlichen Ab- und Ausgrenzungen haben eine lange und traurige Tradition.
Es ist lebensgefährlich für potentielle Opfer, wenn Menschen meinen, sich gegen selbst definierte Feinde wehren zu müssen. Das zeigen nicht nur die Terrorangriffe, bei denen in Synagogen, Diskotheken oder Shisha-Bars Menschen erschossen oder verletzt werden. Das schließt auch die verbalen Attacken in Parlamenten, Publikationen und besonders auf den anonymen Social-Media-Kanälen mit ein. Sie sind auch menschenverachtend und nicht hinnehmbar.
Wie kann es sein, dass in einem Land, das den Nationalsozialismus, seine Greueltaten und die systematische Ermordung vor allem von Juden, aber auch von Andersdenkenden, Homosexuellen und Behinderten erlebt hat, ein solches Verhalten wieder Verbreitung findet? Wo versteckt sich das Bewusstsein für die Würde des Menschen und ihre Unantastbarkeit und für Deutschlands besondere Rolle?
Mit Michel Friedman, Direktor des Center for applied European Studies an der Frankfurt University of Applied Sciences ist, wird Karin Wittstock, bezogen auf seinen Satz: „Antisemitismus ist keine deutsche Erfindung, aber Auschwitz“, über Antisemitismus und Rassismus in Deutschland und ganz Europa sprechen.

Der Eintritt ist frei. Zu den Anmeldungsdetails informieren wir Sie zeitnah zur Veranstaltung über diese Website. Vielen Dank.